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Amtliche Abkürzung:ThürmedHygVO
Fassung vom:17.06.2012
Gültig ab:27.07.2012
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Thüringen
Gliederungs-Nr:2126-3-1
Thüringer Verordnung
über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen
und zur Übertragung einer Ermächtigung nach dem Infektionsschutzgesetz
(Thüringer medizinische Hygieneverordnung-ThürmedHygVO-)
Vom 17. Juni 2012

§ 4
Hygienekommission

(1) In jeder Einrichtung nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 und 3 ist eine Hygienekommission zu bilden. Der Hygienekommission gehören an:

1.

der ärztliche Leiter,

2.

der Leiter des Verwaltungsbereichs,

3.

der Leiter des Pflegedienstes,

4.

Krankenhaushygieniker nach § 6 ,

5.

hygienebeauftragte Ärzte nach § 7 ,

6.

die Hygienefachkräfte nach § 8 ,

7.

der technische Leiter,

8.

der Leiter der hauswirtschaftlichen Bereiche und

9.

der Krankenhausapotheker.

(2) Die Hygienekommission kann weitere Fachkräfte als Mitglieder oder zur fachlichen Beratung hinzuziehen.

(3) Den Vorsitz der Hygienekommission hat der ärztliche Leiter. Ihm obliegt auch die Geschäftsführung. Die Hygienekommission gibt sich eine Geschäftsordnung.

(4) Der Vorsitzende beruft die Hygienekommission regelmäßig, mindestens halbjährlich, zu einer Sitzung ein. Bei allen besonderen, die Hygiene betreffenden Vorkommnissen, insbesondere gehäuftem Auftreten von nosokomialen Infektionen oder auf Verlangen des zuständigen Gesundheitsamtes, beruft der Vorsitzende die Hygienekommission unverzüglich ein. Die Vorkommnisse sollen mit anonymisierten Daten eingebracht werden, soweit dies der Zweck der Beratung erlaubt. Die Ergebnisse der Sitzung sind in einem Ergebnisprotokoll schriftlich zu dokumentieren. Die Aufzeichnungen sind zehn Jahre aufzubewahren. Auf Verlangen ist dem zuständigen Gesundheitsamt Einsicht in die Aufzeichnungen zu gewähren.

(5) Die Hygienekommission berät und unterstützt die Leiter der Einrichtungen in allen krankenhaushygienischen Angelegenheiten. Sie hat insbesondere die Aufgabe,

1.

den Informationsfluss bei allen Belangen der Krankenhaushygiene festzulegen und zu steuern,

2.

den aktuellen Stand der hauseigenen Hygiene auf der Basis der hygienerelevanten Ereignisse seit der letzten Sitzung der Hygienekommission zu erfassen und zu bewerten,

3.

die Hygienepläne nach § 5 zu beschließen, an deren Fortschreibung mitzuwirken und sich über deren Einhaltung und Wirksamkeit informieren zu lassen,

4.

die hygienischen Verhältnisse zu analysieren und die erforderlichen Verhütungs- und Bekämpfungsmaßnahmen unter Einbeziehung therapeutischer Maßnahmen festzulegen,

5.

die Hygiene in den nicht medizinischen Funktionsbereichen zu regeln,

6.

an der Planung von Aus-, Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen, der Änderung an hygienetechnischen Anlagen, der Beschaffung und Wiederbeschaffung von Anlagegütern und Verbrauchsmaterialien sowie der Einholung von Dienstleistungen Dritter mitzuwirken, soweit die Belange der Krankenhaushygiene berührt sind,

7.

den hausinternen Fort- und Weiterbildungsplan für alle im Krankenhaus tätigen Personen auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene zu beschließen und

8.

die Ergebnisse der Untersuchungen und Hygienekontrollen nach § 11 sowie der Maßnahmen nach § 12 zu bewerten und erforderliche Maßnahmen zu beschließen.

Bei der Beschlussfassung sind die Empfehlungen der Krankenhaushygieniker nach § 6 zu berücksichtigen.

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://www.landesrecht.thueringen.de/jportal/?quelle=jlink&query=MedHygV+TH+%C2%A7+4&psml=bsthueprod.psml&max=true


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